Sonntag, 31. Januar 2010

Unileben & Tagesausflüge rund um Mumbai

Hi Leute,

hier hat sich in letzter Zeit viel getan. Allen voran: Die Uni hat angefangen! Unglaublich! Meine gewählten Kurse sind Leadership Capability Building, Knowledge Management und Gender & Diversity Management. Bis jetzt gefällt es mir ganz gut. Knowledge Management ist mehr Frontalunterricht, aber in den anderen beiden Kursen geht es sehr interaktiv zu. Ganz ungewohnt! Die Professoren stellen total viele Fragen und alle schreien die Antworten durcheinander. Außerdem bekommt man auch während der Vorlesung Übungszettel und es werden Gruppenarbeiten gemacht. Das ist mehr wie Schule!
Meine Klassenkameraden sind alle super lieb und hilfsbereit. Je nach Vorlesung sind wir bis zu 45 Studenten in meiner Klasse.
Ich bin nun auch hinter das ganze System gestiegen. Jede „Klasse“ hat einen „Klassensprecher“, der Infos, Skripte und Emails an alle anderen weiterleitet. Da mein Klassensprecher Adit mich nun auch in die Liste eingetragen hat, bin ich jetzt immer bestens informiert. Das ist auch gut so, denn hier kommt es des Öfteren vor, dass Vorlesungen abends vorher verschoben werden oder ausfallen. Wie gut, dass ich mich schon daran gewöhnt habe und regelmäßig in mein Postfach gucke, denn sonst wäre ich Freitag umsonst aufgestanden. Vorlesung ist ausgefallen!
Das Kursniveau ist sehr unterschiedlich. Einer meiner Kurse hat es in sich. Zur Vorbereitung auf die jeweilige Vorlesung (Leadership) müssen wir immer mehrere Artikel lesen und ein schriftliches Assignment abgeben. Dazu kommen noch zwei Tests während der Vorlesungszeit und ein Essay am Ende. Da ist es doch ganz gut, dass ich nicht so viele Kurse gewählt habe.
Hier mal ein Foto von dem dicksten Skript, dass ich jemals für eine Vorlesung bekommen habe (enthält nur die Vorbereitungstexte; Folien sind noch mal extra):


Das Monster-Skript

In Gender & Diversity Management mussten wir in der ersten Vorlesung Gruppen bilden. Da Inder sehr spontan und verrückt sein können, hat einer unserem Klassensprecher kurzerhand ein Tuch um die Augen gebunden und dann ging´s los mit der Gruppenauswahl. Wir haben uns draußen in einen Kreis gestellt und er hat immer Leute rausgefischt. Sehr interessante Methode! :-)


Gruppenbildung auf Indisch

Aufmerksamen Beobachtern ist vielleicht aufgefallen, dass auf dem Foto von meinem Skript im Hintergrund ein Adventskalender zu sehen ist. Ja, wo kommt der denn her? Tja, etwas verspätet, nach unglaublichen 10 (!!!) Wochen, ist endlich mein Geburtstagspaket aus Deutschland angekommen. Etwas zerbeult und halb geöffnet (siehe unten) konnte ich es überglücklich in unserem Paketoffice in der Uni abholen. Das hat auch was, zwei Monate nach seinem Geburtstag noch Geschenke auszupacken. Ein MP3-Player von Jens und ganz viel Schokolade von meinen Eltern waren drin! Ganz lieben Dank noch mal!


Mein lang ersehntes Paket!!!!!!!!

Ein Nachtrag vom letzten Wochenende: Da habe ich einen ganz tollen Ausflug mit ein paar Indern, Nia und Kerstin gemacht. Wir sind zum Bird Sanctuary nach Karnala gefahren, um uns dort eine alte Burgruine anzuschauen und das Naturschutzgebiet zu genießen (Vögel gibt´s da so gut wie nur in Käfigen, was wir aber schon vorher wussten). Zu dem Fort gelangt man über einen ca. zweistündigen Wanderweg. Daher haben wir uns schon in aller Frühe um 6:00 Uhr getroffen, damit es beim Anstieg nicht so heiß ist. Naja, genau genommen, haben Kerstin, Nia und ich uns um 6:00 Uhr getroffen. Die stets sehr unpünktlichen Inder sind erst um halb sieben am Treffpunkt angelangt. Als wir dann vollständig waren ging es mit einem von Mumbais berühmten Zügen und anschließend mit einer Riesen-Rikhscha nach Karnala (Anreise ca. 1 ½ Stunden für 50km).
Nach einem echt indischen Frühstück mit Vada Pav (frittiertes Gemüse in einem Brötchen) und Idli (weißes, talerförmiges Gemisch aus Linsen  igitt) ging´s dann los zum Fort. Der Weg dorthin war nur grob zu erkennen und wir mussten die ganze Zeit über Wurzeln und kleine Felsbrocken klettern. Das hat super viel Spaß gemacht! Erst sind wir durch einen Wald gelaufen, aber nach einer Weile waren wir hoch genug und es wurde offener, so dass wir den Ausblick auf die Umgebung genießen konnten. Ringsherum waren fast nur Hügel und Wälder zu sehen; kaum Häuser. Außerdem war es sehr ruhig und die Luft war schön. Das wäre bei uns zu Hause keine große Besonderheit, aber hier freut man sich, wenn man mal wieder richtig in der Natur sein kann. In Mumbai gibt es nicht viele Parks und überall sind so viele Leute und die Luft ist, um es nett zu sagen, schlecht. Da lernt man so idyllische Plätze wie Karnala echt zu schätzen!
Hier ein paar Fotos von diesem wunderbaren Ausflug:


Unterwegs in der Rikhscha


Da wollen wir hin...


Der Trekkingpfad


Noch bin ich ganz frisch


Jetzt sind wir schon näher dran


Anstieg zum Forteingang


Die Aussicht


Die Ruine von Nahem: In der Mitte erkennt man die Treppe zum Eingang


Gemeinsame Pause vorm Abstieg


Wieder unten müssen andere ackern...


Nach dieser anstrengenden Tour war sonntags erstmal relaxen angesagt.
Montag bin ich dann mit Nia im Water Kingdom gewesen, einem Wasserpark mit ganz vielen Rutschen im Norden von Mumbai. Für das letzte Stück zum Park muss man eine kurze Strecke mit einem Boot zurücklegen, weil der Park auf einer Insel liegt. Das hört sich eigentlich ganz nett oder? Tja, aber nicht in Indien. Der See hat so dermaßen gestunken, dass man es kaum aushalten konnte. Ich möchte nicht wissen, was schon alles in diesem Tümpel gelandet ist. Wirklich kein schöner erster Eindruck vom Park! Aber so schnell, wie man hier ein schlechtes Erlebnis hat, hat man auch wieder ein gutes! Im Park gab es echt coole Rutschen und eine Schwimmlandschaft mit Wellenanlage. Das war toll.
Endlich mal schwimmen bei dem heißen Wetter (immer noch 30 Grad, kein Schnee in Sicht :-))! Bikinis waren natürlich nicht erlaubt. Wir mussten uns eine kurze Hose und ein T-Shirt aus Nylon ausleihen. Das war aber ganz angenehm, denn auch so haben wir schon wieder eine Menge Aufmerksamkeit bekommen. Ich glaube, die Inder waren sehr überrascht, dass wir jede Rutsche mitgenommen haben, weil die indischen Mädels fast nur gucken und nicht selbst rutschen. Eine Kleinigkeit sei noch erwähnt: Im Park gab es auch eine Disco. Sehr gute Idee, denn Inder tanzen für ihr Leben gern! Fotos gibt´s leider keine.

Diese Woche habe ich dann mit Uni und Shoppingtouren verbracht. Mittlerweile sind zwei weitere Schwedinnen angekommen. Die drei „Neuen“ machen alle ein Praktikum und haben jetzt viel zu tun. Somit bin ich die einzige, die sich ihre Zeit relativ frei einteilen kann. Etwas langweilig! Naja, am Mittwoch kommt erstmal meine alte Mitbewohnerin Suzanne mit ihrer Schwester nach Mumbai. Sie bleiben bis Freitag und dann fliegen sie zurück nach Holland. Auf das Wiedersehen freu ich mich schon!


Eine der vielen Malls in Vashi


Die Schwedenfraktion v.l. Kerstin, Carmen und Carina

Also dann, geht nicht im Schnee unter! Wenn ich mich morgen zum Relaxen in die Sonne lege, denke ich an euch! Liebe Grüße

Kommentare:

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    Priscila
    On behalf of bab.la and Lexiophiles team

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